Die Biene

Honigbiene

Honigbiene

Carnica Rasse - Foto: Wikipedia
Carnica Rasse - Foto: Wikipedia

Die Westliche Honigbiene (Apis mellifera), auch Europäische Honigbiene genannt, ist eine Vertreterin der Gattung der Honigbienen und ein staatenbildendes Fluginsekt. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet war nur Europa, Afrika und Vorderasien. Da sie für die Imkerei große Bedeutung hat, ist sie weltweit verbreitet worden.

Es gibt etwa 25 Unterarten, man spricht hier von Bienenrassen. Die Rassen Europas haben sich in der heutigen Form, entsprechend den Klimaverhältnissen, erst nach der letzten Eiszeit bei der Neubesiedlung herausgebildet. Eine dieser Rassen ist die von uns verwendete Kärntner Biene (Apis mellifera carnica), auch Krainer Biene genannt. Diese ist eine natürlich entstandene Rasse der Westlichen Honigbiene und wird von den Imkern auch einfach Carnica genannt.

Bienenwesen

Bienenkunde

Arbeiterin, Königin und Drohne (Zeichnung: Stefanie Rick)
Arbeiterin, Königin und Drohne
Markierung der Königin zwecks Altersbestimmung und schnellerem Identifizieren im Bienenstock
Markierung der Königin zwecks Altersbestimmung und schnellerem Identifizieren im Bienenstock

Bienenwesen:

In einem Bienenvolk unterscheiden wir drei Bienenwesen: eine einzige Bienenkönigin (auch Weisel oder Stockmutter genannt) - zehntausende von Arbeitsbienen - und während der Sommermonate einige hundert Drohnen (männliche Bienen).

 

Königin:
Jedes Volk hat nur eine Königin. Sie wächst innerhalb von 16 Tagen durch besonders gute Fütterung (Gelee-royal) in einer zapfenförmigen Königin- oder Weiselzelle heran. In der Hochsaison (Mai - Juni) legt sie bis zu 2.000 Eier pro Tag (entspricht dem Mehrfachen ihres Körpergewichts). Man erkennt sie am langen, schlanken Hinterleib. Ihre Lebensdauer beträgt etwa drei bis fünf Jahre. Der Imker wechselt sie alle zwei bis drei Jahre wegen des Erhalts der Leistungsfähigkeit und Vitalität des Volkes aus. Die Königin ist das einzige fortpflanzungsfähige Weibchen im Volk und erfüllt auch nur diese Aufgabe. Sie sorgt für den Zusammenhalt des Bienenvolkes durch Absondern eines Duftstoffes (Pheromone).

Zur Altersbestimmung und um die Bienenkönigin möglichst schnell im Bienenstock identifizieren zu können, markieren viele Imker ihre Königinnen mit einem aufgeklebten (nummerierten) Farbplättchen aus Opalith oder mithilfe eines Zeichenstiftes auf dem Rückenpanzer.
Die verwendete Farbe ändert sich pro Jahr und ist abhängig von der Schlupfzeit der Königin. Die Jahresfarben sind international einheitlich festgelegt. Sie wiederholen sich alle fünf Jahre in der gleichen Reihenfolge.

 

Arbeitsbienen:
Arbeiterinnen (ihre Eierstöcke sind nur kümmerlich entwickelt) sind in der Überzahl. Ein gutes Volk hat im Sommer 50.000 bis 70.000 Arbeiterinnen und im Winter etwa 10.000 bis 15.000 Stück. Ihre Lebensdauer beträgt im Winter etwa sechs bis sieben Monate, im Sommer etwa 35 bis 42 Tage. Die Entwicklungsdauer beträgt 21 Tage. Bei den Arbeiterinnen sind Flügel und Hinterleib etwa gleichlang. Ihr Leben teilt sich in zwei Abschnitte: drei Wochen Innendienst(Stockbienen) und der Rest Außendienst(Sammelbienen).

 

Drohnen:
Drohnen sind ausgewachsene Männchen. Ihre Anzahl im Bienenvolk beträgt 500 bis 1.000 Stück. Sie leben nur während der Trachtzeit von Mai bis August. Dann werden sie von den Arbeiterinnen vertrieben (Drohnenschlacht). Die Entwicklungsdauer aus unbefruchteten Eiern beträgt 23 bis 24 Tage. Drohnen haben einen gedrungenen Hinterleib. Ihre Aufgabe ist neben der Stimulation des Volkes die Paarung mit der Jungkönigin.

 

Lebensdauer der Biene

Lebensdauer der Biene

Leben der Honigbiene
  • Königin: Brutdauer 16 Tage, Lebensdauer 3-5 Jahre
  • Arbeiterin: Brutdauer 21 Tage, Lebensdauer bis ca. 42 Tage
  • Drohn: Brutdauer 24 Tage, Lebensdauer von Mai bis August

 

In der rechten Grafik ist die Entwicklung einer Biene (Königin, Arbeiterin und Drohn) sowie das Aufgabengebiet einer Arbeiterin in den verschiedensten Lebensphasen ersichtlich.

Vom Nektar zum Honig

Vom Nektar zum HONIG

Nektar sammeln

Die Sammelbienen sorgen für eine reichliche Ernte. Sie saugen den Nektar aus den Blüten oder den Honigtau von den Nadel- und Laubbäumen auf. Über Rüssel gelangen Nektar und Honigtau in den Honigmagen, wo sie durch Enzyme weiter veredelt werden.

Nach ihrer Rückkehr in den Bienenstock übergeben die Sammlerinnen den Nektar an die wartenden Stockbienen zur abschließenden Aufbereitung des Honigs. Hier mischt die Biene aus speziellen Drüsen im Kopf noch wertvolle Sekrete dazu. Mit Hilfe schneller Flügelbewegungen entziehen die Stockbienen dem Honig zu seiner Konservierung Wasser und verändern ihn durch Enzyme chemisch weiter.

Ist der Honig reif, wird er von den Bienen in den aus Wachs hergestellten Waben gelagert und verdeckelt. Diese Verdeckelung signalisiert dem Imker, dass der Honig reif ist und "geerntet" werden kann.

Kühl, trocken und dunkel gelagert ist Honig viele Jahre haltbar!

Honig in der Gesundheit

Honig in der Gesundheit

Honig

Akazienhonig Kleehonig: verdauungsfördernd | hilft gegen Magen- u. Darmbeschwerden, Sodbrennen

 

Blütenhonig: kräftigend, schmerzlindernd  | hilft gegen Erschöpfung, Allergien - besonders Heuschnupfen

 

Rapshonig: lindernd und entspannend | hilft gegen Schlafstörungen

 

Lindenhonig: schweißtreibend, reizlindernd | hilft gegen Erkältung, Husten, Stirnhöhlenentzündung

 

Waldhonig: entzündungshemmend | hilft gegen Erkältung, Nervosität

Honig - flüssig oder fest

Honig

Honig schleudern
Honig schleudern

Flüssig oder fest?

Jeder gute, naturbelassene Honig wird früher oder später fest, das heißt er kristallisiert. Der Zeitpunkt ist abhängig von der Honigsorte. Der unterschiedlich hohe Anteil an wertvollem Traubenzucker fördert diesen natürlichen Vorgang.

Ein auffallendes Merkmal des heimischen, natürlichen Mischhonigs ist die Bereitschaft zur raschen Kristallisation. Bei richtiger Gewinnung und Behandlung kristallisiert oder kandiert er, wie man sagt, innerhalb weniger Wochen. Diese Kandierung ist nur von Vorteil für den wertvollen Honig, da so die Wirkstoffe konserviert bleiben. In kristallinen Zustand ist der Honig jahrelang haltbar, ohne dass seine Werthaftigkeit eine Einbuße erfährt. Wichtig ist dabei die dunkle und kühle Lagerung.

Faustregel zur Kristallisation:

  • Helle Honige kandieren relativ schnell, oft in wenigen Tagen, hier überwiegt der Traubenzucker.
  • Ausnahme ist der Akazienhonig (Robinienhonig).
  • Dunkle Honigsorten bleiben dagegen über einen längeren Zeitraum flüssig, hier überwiegt der Fruchtzucker.

 

"Auftauen" von Honig

Erwärmt man den kristallisierten Honig (Vorsicht: nicht über 40°C, sonst nimmt er Schaden!), so wird er wieder weich und flüssig.
Steht er längere Zeit, so gerät er erneut in seinen natürlichen Endzustand und wird fest.

 

Propolis

Propolis

Herstellung Propolis
Herstellung Propolis

Propolis ist eine harzige, klebrige Masse, auch als Kittharz bezeichnet, die von den Bienen aus der Rinde von Bäumen und Blattknospen gesammelt, und mit Wachs, Pollen und speziellen Speichelsekreten der Biene angereichert wird. 

Die Bienen produzieren die Propolis und nützen Sie für die Gesundheit des Volkes. Sie machen sich die antibakteriellen Eigenschaften der Propolis zu nutze, indem sie alle das Volk gefährdenden Fremdstoffe mit dem Kittharz überziehen und Ritzen und Löcher in der Beute abdichten. Propolis besteht aus Harz und Balsamstoffe (hauptsächlich Flavonoide), Wachse, ätherische Öle, Pollen, Mineralstoffe, Spurenelemente, organische Säuren und Aromastoffe. Die Flavonoide sind für die immunstärkenden Eigenschaften der Propolis verantwortlich, sie dienen als natürliches Antibiotikum gegen Bakterien, Viren und Pilze.

 

Anwendungsmöglichkeiten:

Vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten, Viröse Magen- und Darminfektion (Durchfall), Zahnfleischerkrankungen, Zahnfleischpflege, Aphten (Mundbläschen) und Fieberblasen, Wundheilung (kleine Wunden)...

 

Verkaufsnews

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Kategorie: Allgemein, Verkauf

Zitat:

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr. (Zitat: Albert Einstein)

Kalender

Nächster Termin

 
Kat.: Imkerverein
Fr, 23.Feb.2018
, ganztägig
Erwerbsimker Fachtagung

Wusste Sie, dass ...

  • 1 Biene in ihrem Leben ca. 8.000 km zurücklegt
  • 1 Biene für 1 kg Honig bis zu 7 mal um die Erde fliegen müsste
  • 1 Königin im Mai/Juni bis 3.000 Eier pro Tag legen kann
  • 1 Bienenlarve ca 2000 Pflegebesuche bekommt
  • 1 Biene in 2 Minuten 1 km weit fliegt
  • 1 Biene täglich 7 - 15 Mal ausfliegt und jeder Ausflug ca. 25 - 45 Minuten dauert (Zwischenaufenthalt im Stock ca. 5 Minuten)

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